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Heuwechsel beim Pferd: Worauf muss man achten?

8 Tipps zum Heuwechsel und wie die Verdauung Ihres Pferds darauf reagiert

Als Pferdehalterin bzw. Pferdehalter kennen Sie das vermutlich: Sie verfüttern Ihrem Pferd ein anderes Heu – und plötzlich verändert sich die Verdauung. Manche Pferde reagieren nur leicht empfindlich, andere entwickeln Kotwasser, weichen Kot oder sogar wiederkehrende Verdauungsprobleme. Besonders häufig passiert das im Herbst, wenn von Weide auf Heu umgestellt wird, oder im Frühjahr, wenn sich die gesamte Fütterung verändert.

Denn: Ein Heuwechsel bedeutet für den gesamten Verdauungstrakt eines Pferdes eine große Umstellung. Deshalb zählt diese Phase zu den häufigsten Auslösern für Kotwasser und eine instabile Verdauung.

Pferdehalterin füttert Pferde mit Heu am Paddock als Symbol für Heuwechsel und Raufuttermanagement
Ein Heuwechsel sollte immer bewusst und schrittweise erfolgen

1. Warum Heu nicht einfach nur Heu ist

Oft genug wird unterschätzt, wie stark sich Heu unterscheiden kann. Bereits kleine Veränderungen können Auswirkungen auf die Verdauung haben.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Schnittzeitpunkt
  • Pflanzenzusammensetzung
  • Rohfasergehalt
  • Zucker- und Eiweißgehalt
  • Lagerung und Trocknung
  • Staub- oder Pilzbelastung

Das Problem: Das Verdauungssystem des Pferdes ist auf Konstanz ausgelegt. Die Darmflora passt sich laufend genau an jene Futtermittel an, die das Pferd regelmäßig bekommt. Wird plötzlich anderes Heu gefüttert, muss sich dieses empfindliche Gleichgewicht neu einstellen.

Gerade der Dickdarm reagiert auf Futterumstellungen oft sensibel. In ihm werden Rohfasern fermentiert und große Mengen Wasser reguliert. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, kann Wasser nicht mehr richtig gebunden werden – und Kotwasser entsteht.

2. Warum Probleme gerade im Frühjahr und Herbst auftreten

Viele Fälle von Kotwasser treten genau in jenen Zeiten auf, in denen sich die Fütterung stark verändert.

Im Frühjahr

  • Wechsel auf junges Gras
  • stärkere Stoffwechselaktivität
  • wetterbedingter Stress

Im Herbst

  • weniger frisches Gras
  • dadurch mehr Heu
  • Beginn des Fellwechsels
  • häufig weniger Bewegung

All diese Faktoren wirken oft gleichzeitig auf den Organismus ein. Das erklärt, warum manche Pferde gerade im Frühjahr und Herbst besonders empfindlich reagieren.

Pferd frisst Heu im Stall als Symbol für Raufutter und stabile Verdauung
Raufutter ist die Basis einer stabilen Pferdeverdauung

3. Warum Kotwasser meist kein isoliertes Problem ist

Tritt Kotwasser auf, denkt man zunächst oft an eine einzelne Ursache. In der Praxis ist Kotwasser jedoch meist das Ergebnis mehrerer Faktoren.

Dazu zählen:

  • plötzlicher Futterwechsel
  • schlechte Heuqualität
  • Stress, zum Beispiel durch einen Stallwechsel
  • lange Fresspausen
  • zu hohe Kraftfuttermengen
  • eine empfindliche Darmflora

Auch soziale Faktoren im Stall können eine Rolle spielen. Rangniedrige Pferde oder sensible Pferde reagieren häufig stärker auf Veränderungen.

Interessant ist dabei: In vielen Fällen ist der Kot selbst noch relativ normal geformt. Zusätzlich wird jedoch freie Flüssigkeit ausgeschieden – ein typisches Zeichen für Kotwasser.

4. Welche Rolle die Heuqualität spielt

Nicht nur der Wechsel selbst, sondern auch die Qualität des Heus beeinflusst die Verdauung massiv.

Probleme können unter anderem auftreten durch:

  • staubiges Heu
  • Schimmelbelastung
  • zu grobes oder stark verholztes Heu
  • Fehlgärungen
  • zu hohen Zucker- oder Eiweißgehalt

Besonders Schimmelpilze und sogenannte Mykotoxine gelten als mögliche Belastungsfaktoren für Darm und Stoffwechsel. Minderwertiges Grundfutter kann die Verdauung langfristig destabilisieren.

Gerade in Pensionsställen ist das oft schwierig, weil Pferdehalterinnen und Pferdehalter die Heuqualität dort nur begrenzt beeinflussen können.

Heuballen und Heugabel im Stall als Symbol für Heuqualität und Lagerung
Heuqualität, Lagerung und Trocknung beeinflussen die Verdauung

5. Was Sie beim Heuwechsel beachten sollten

Viele Pferde reagieren auf Veränderungen deutlich sensibler als man denkt.

Grund dafür ist, dass ein Heuwechsel in der Regel gemeinsam mit anderen Veränderungen einhergeht. Zum Beispiel mit dem Wechsel des Wetters, dem Start des Trainings oder Beginn der Turniersaison, einem Stallwechsel und damit verbunden mit einer neuen Herdenstruktur.

Der Stress beeinflusst direkt die Darmbewegung und das Darmmilieu. Deshalb tritt Kotwasser häufig genau in Phasen auf, in denen mehrere Veränderungen gleichzeitig stattfinden.

Der wichtigste Tipp:

Stellen Sie das Futter immer langsam um. Das Verdauungssystem braucht Zeit, um sich anzupassen. Deshalb sollte neues Heu möglichst über mehrere Tage hinweg beigemischt werden.

Ebenso wichtig sind regelmäßige Fütterungszeiten, ausreichend Raufutter, möglichst kurze Fresspausen, konstante Bewegung und generell eine stressarme Haltung.

Viele Pferde profitieren außerdem davon, wenn die Verdauung in dieser Phase gezielt unterstützt wird.

6. Warum eine Unterstützung des Darmmilieus sinnvoll sein kann

Gerade bei Pferden mit empfindlicher Verdauung zeigt sich immer wieder, dass eine Stabilisierung des Darmmilieus hilfreich sein kann.

Dabei geht es nicht darum, Symptome einfach „abzustellen“, sondern den Darm während der Umstellung zu entlasten.

Als besonders hilfreich haben sich hierbei Ergänzungsfuttermittel mit Ballaststoffen, mineralischen Bindekomponenten und strukturunterstützender Wirkung erwiesen. Und genau hier setzt VETAMIN an.

VETAMIN kombiniert hochwertige Ballaststoffe mit PMA-Zeolith – einem besonders fein aufbereiteten Natur-Zeolith.

Dieser physikalische Ansatz soll:

  • das Darmmilieu stabilisieren,
  • überschüssige Stoffe binden
  • und die Verdauung während sensibler Phasen unterstützen.

Gerade bei Heuwechsel, Fellwechsel oder stressbedingten Verdauungsproblemen setzen viele Pferdehalter VETAMIN gezielt als 3-Wochen-Kur ein.

Der Vorteil dabei: VETAMIN ist reine Natur. Es verfolgt keinen aggressiven oder stark belastenden Ansatz, sondern unterstützt die natürliche Stabilisierung des Verdauungssystems.

7. Erfahrungen aus der Praxis

Viele Pferdehalter berichten, dass sich Kotwasser besonders in Phasen von Futterumstellungen verstärkt.

Auch Springreiter Alexander Esser setzt VETAMIN gezielt bei Futterumstellungen ein, um seine Pferde in dieser sensiblen Phase zu unterstützen.

Die Gesundheit meines Pferdes steht für mich an erster Stelle. Gerade bei Futterumstellungen im Frühjahr und Herbst unterstütze ich seit Jahren gezielt mit einer dreiwöchigen Vetamin-Kur – und habe damit beste Erfahrungen gemacht. – Alexander Esser, Turnierreiter
Springreiter Alexander Esser mit Pferd beim Sprungturnier
Alexander unterstützt sein Pferd bei Futterumstellungen mit VETAMIN

8. Wann Tierarzt oder Tierärztin hinzugezogen werden sollten

Allerdings: Nicht jede Verdauungsveränderung ist harmlos. Eine tierärztliche Abklärung ist insbesondere wichtig, wenn zusätzlich folgende Symptome auftreten: starker Durchfall, Anzeichen einer Kolik, Gewichtsverlust, Fieber oder Mattigkeit.

Denn hinter Verdauungsproblemen können auch Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder andere gesundheitliche Ursachen stehen.

Fazit: Heuwechsel ist eine sensible Phase für den Darm

Ein Heuwechsel bedeutet für das Pferd immer eine Anpassung des gesamten Verdauungssystems. Gerade empfindliche Pferde reagieren darauf häufig mit Kotwasser oder instabiler Verdauung.

Entscheidend sind deshalb:

  • langsame Umstellung
  • gute Heuqualität
  • Vermeidung von zusätzlichem Stress
  • gezielte Unterstützung des Darmmilieus

Wer früh reagiert und die Verdauung bewusst begleitet, kann viele Probleme deutlich reduzieren.

Hinweis:

VETAMIN ist als Ergänzungsfuttermittel erhältlich und kann bei entsprechender Indikation unterstützend eingesetzt werden.

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